Ausstellung im Theodor-Zink-Museum, Kaiserslautern
Im Stauferjahr 2010 erinnert die Stadt Kaiserslautern an Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der durch den Bau der Kaiserpfalz und die Gründung eines Hospitals wesentliche Weichen für die städtische Entwicklung gestellt hat. Man erinnert sich der Sagenfigur mit dem langen roten Bart, die im Kaiserberg besseren Zeiten entgegenschläft. Als Namensgeber ist der Kaiser in "Kaisers Lautern" überall präsent, Straßen, Geschäfte, Vereine und Produkte firmieren unter dem Namen "Barbarossa".
Die Ausstellung gibt einen einführenden Abriss der historischen Fakten und stellt insbesondere die Barbarossarezeption in den Focus. Sie zeigt spätere bildliche und literarische Barbarossadarstellungen, geht auf die Sagenfigur Barbarossa ein und ihre unterschiedliche "Vereinnahmung" für nationale und politische Ideologien. In einem letzten Ausstellungsteil werden die historische und die gegenwärtige Rolle Barbarossas als "Marketingfigur" herausgestellt und hinterfragt.
Die illustrierte Begleitpublikation bringt Beiträge verschiedener Autoren zu historischen und rezeptionsgeschichtlichen Aspekten des Barbarossabildes.
Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Lesungen und Führungen ergänzt die Ausstellung. Für die Schulen werden Handreichungen für Unterricht und Ausstellungsbesuch bereitgestellt. Bei den museumspädagogischen Angeboten für Kinder stehen die Barbarossasagen im Mittelpunkt bildnerischen oder literarisch-dramaturgischen Gestaltens.
Zur Eröffnung der Ausstellung, die den Auftakt der "Langen Nacht der Kultur" am Samstag, 26. Juni, um 18 Uhr bildet, geben Madeleine Giese und Rainer Furch erste Kostproben aus ihrem literarischen Programm "Herr Rotbart, leg dich schlafen - oder wach auf!!"
Die Ausstellung wird bis 26. September gezeigt.

